Richtig lüften im Büro

Fenster auf oder Fenster zu? Viele Deutsche kennen den Konfliktherd „Lüften“ im Büro. Zum einen gibt es die Kollegen, die regelmäßig auch bei kalten Außentemperaturen lüften möchten, zum anderen die Gegenseite, die abgestandene Luft dem Frieren vorzieht.

Aber was ist denn nun richtig? Und wie oft muss eigentlich wirklich am Arbeitsplatz gelüftet werden? Um Streit und Diskussionen zu vermeiden kläre ich Sie im folgenden Artikel einmal über die Mythen und die richtige Taktik für eine gesunde Belüftung auf.

Denn klar ist: Eine gute Sauerstoffversorgung ist wichtig für das Konzentrationsvermögen und das Wohlbefinden. Ansonsten ist ein Schlappheits- sowie Müdigkeitsgefühl die unschöne Folge, was gerade am Arbeitsplatz ein großes Hindernis darstellt.

Klar ist auch, dass das geregelte Lüften wichtig für eine hohe Luftqualität und ein gesundes Raum- und Arbeitsklima ist. Statt die Fenster dauerhaft zu öffnen, wobei wertvolle Wärmeenergie verloren geht und so mancher Mitarbeiter frieren könnte, sollte nur stoßgelüftet werden. Das bedeutet, mehrere Fenster gleichzeitig für 10-15 Minuten zu öffnen und für ordentlich Durchzug zu sorgen. Der positive Effekt des Querlüftens (gegenüberliegende Fenster in einem Raum sind gleichzeitig geöffnet) ermöglicht so den größt- und schnellstmöglichen Luftaustausch im Büroraum.

Die Häufigkeit des Lüftens sollte sich sowohl nach der Größe als auch nach der Nutzung der unterschiedlichen Räume am Arbeitsplatz richten. Empfohlen ist es, in Büroräumen stündlich zu Lüften, in gefüllten Besprechungsräumen hingegen bereits nach 20-30 Minuten. Dies sind natürlich nur Richtwerte und das Vorgehen kann je nach Luftqualität und Situation individuell abgeändert werden.

Es ist bloß wichtig, dass sich möglichst jeder wohl fühlt und frei durchatmen kann, ohne sich dabei vor Kälte und Frieren nicht mehr konzentrieren zu können oder womöglich noch krank zu werden.

Weitere Faktoren, auf die Sie achten sollten

Bitte haben Sie bei der Belüftung auch die aktuelle Jahreszeit im Blick, da die Außenluftbedingungen je nach Saison sehr unterschiedlich sein können und daher auch die jeweilige Lüftungstechnik abweicht. (Mehr hierzu finden Sie in den weiteren Artikeln rund um alle Jahreszeiten auf richtig-lueften.eu).

Genauso können die Anzahl der technischen Geräte, die sich aufheizen, sowie die Einrichtung und die Beschaffenheit der Räumlichkeit die Luftfeuchtigkeit beeinflussen, ebenso wie die Zimmertemperatur. Viele Teppiche und schwere, staubige Vorhänge beispielsweise erschweren das Lüften und lassen Wände und Böden „nicht richtig atmen“.

Auch wenn es keine für jeden geltende Optimal-Raumtemperatur gibt, so fühlen sich die meisten Arbeitnehmer bei 21 bis 22 Grad am Arbeitsplatz am wohlsten und produktivsten. Das richtige Zusammenspiel zwischen regelmäßigem Heizen und Lüften ist also entscheidend. Während des ausgiebigen Lüftens können bzw. sollten die Heizkörper wenn möglich abgedreht und anschließend wieder aufgedreht werden, um den Verlust von Heizenergie zu vermeiden und Kosten zu sparen.

Darüber hinaus spielt auch die eigene Trinkwasserversorgung eine Rolle. Kollegen, die ständig das Bedürfnis nach frischer, feuchter Luft haben, können in manche Fällen auch schlicht unter Flüssigkeitsmangel leiden, wo gegen gleichmäßiges Trinken von zuckerarmen Getränken nachhaltig hilft.

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