Richtig heizen im Winter

Zwei der wichtigsten Komponenten für ein gesundes Raumklima sind das richtige Lüften und Heizen. Erst die Kombination ergibt die optimalen Luftverhältnisse in Ihrem Zuhause.

In dem Artikel „Richtig Lüften im Winter“ haben Sie bereits alles Wichtige rund um die Wohnraumbelüftung zur kalten Jahreszeit erfahren. Und auch die Bedeutung eines guten Zusammenspiels aus Lüften und Heizen kennen gelernt! Wer hierbei hilfreiche Tipps und Tricks beachtet, sorgt nicht nur für eine hohe Luftqualität im eigenen Zuhause, sondern kann zusätzlich auch bares Geld sparen.

Denn der Großteil der verbrauchten Energie in deutschen Haushalten ist auf die Heizung zurückzuführen. Bei ihr lassen sich jedoch große Mengen an Heizkosten und gleichzeitig noch CO2-Emissionen einsparen, was natürlich der Umwelt zugute kommt!

Im Winter wird vermehrt geheizt, um es auch bei Minusgraden wohlig warm in den eigenen vier Wänden zu haben. Das Heizen sorgt dafür, dass die erwärmte Raumluft mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann, die dann beim Lüften wieder hinaus transportiert wird. So sinkt das Risiko für abgestandene Luft und vor allem Schimmelbildung. Wenn Sie also beim Heizen zu viel sparen, kühlt die Luft ab und kann weniger Feuchte halten. Diese schlägt sich dann nieder und sorgt gerade in den Ecken und hinter den Möbeln im schlimmsten Fall für Schimmel.

Mehrere Faktoren sind zu berücksichtigen

Wichtig zu wissen ist, dass die richtige Technik immer auch von der Personenanzahl im Haus und des Gebäudezustandes abhängt. So können neue und frisch sanierte Häuser die Wärme beispielsweise viel länger halten, müssen dank der guten Isolierung aber häufiger belüftet werden. Die abgestandene Luft kann hier nämlich nicht über natürliche, kleine Ritzen entweichen, wie es etwa im Altbau möglich ist.

Anstatt die Heizung über Nacht ganz herunter zu drehen, um Energie zu sparen, kann diese lieber nur um eine Stufe herab geregelt werden. Das verbraucht dann in den meisten Fällen immer noch weniger Heizenergie als das Wiederaufheizen am Morgen. Handelt es sich jedoch um sehr schlecht gedämmte Räume, die einen Großteil der Wärme entweichen lassen, kann sich eventuell doch das Ausstellen der Heizung über Nacht oder bei längerer Abwesenheit lohnen.

Bei einer langen Abwesenheit wie einem Wochenendausflug sollten Sie, unabhängig von der Beschaffenheit Ihres Hauses und dessen Isolierung, die Heizung immer herunterfahren! Sie können diese auf den Frostschutz einstellen (das ist das Sternchen-Symbol auf dem Heizregler), um ein Einfrieren der Heizung bei extremen Temperaturen zu vermeiden. Bei smart-steuerbaren Heizungen empfiehlt es sich, die Zimmertemperatur bei rund 15° C zu halten während niemand Zuhause ist.

Gekonnt Geld sparen

Weitere Heizkosten vermeiden Sie durch das gezielte Heizen je nach Raumnutzung. Das bedeutet, dass nur gut genutzt Räume durchgehend beheizt werden sollten. Halten Sie die Wärme länger in Ihren Räumen, indem Sie nur kurz sowie gezielt lüften und alle Ritzen, Fugen und Fenster abdichten. Auch kann es helfen, die Heizungsanlage zu warten oder zu modernisieren.

Die ideale Raumtemperatur ist nicht allgemein festzulegen. Sie können sich aber nach diesen Werten richten: Zwischen 20 und 24 Grad in Wohn- und Kinderzimmer, 17 Grad im Schlafzimmer und etwa 18-20 Grad in der Küche. In letzterem Raum sorgen Küchengeräte wie Ofen und Herd dafür, dass die Raumtemperatur von alleine ansteigt. Hier muss also weniger durch aktives Heizen nachgeholfen werden als etwa im Kinderzimmer. Besonders junge Menschen brauchen es nämlich oft wärmer als wir Erwachsenen, um sich wohl zu fühlen und die Immunabwehr nicht zu schwächen.

Es ist also immer ein Balance-Akt zwischen Wohlbefinden und wirtschaftlichem Denken. Sie sollen sich in Ihrem Zuhause wohl fühlen, möchten aber gleichzeitig Geld sparen und die Umwelt schonen. Dies wird Ihnen in Zukunft mit diesen Tipps hoffentlich gelingen!

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