Richtig lüften im Auto

Feuchtigkeitsprobleme, Schimmel, muffiger Geruch und beschlagene Scheiben kennen wir nicht nur aus dem Badezimmer, sondern auch aus dem Auto.

Der Artikel „Richtig lüften in Garagen“ hat schon auf das Problem von feuchten Garagen hingewiesen. Viele der hilfreichen Tipps für eine erfolgreiche Wohnraum- und Garagenbelüftung sowie Schimmelbekämpfung lassen sich auch auf Fahrzeuge übertragen.

Als ersten Schritt ist es wichtig, die Ursache für übermäßige Feuchtigkeit zu erkennen. Im Auto sind dies häufig Undichtigkeiten an Fenstern und Türen, nasse Fußmatten mit Feuchtigkeitsansammlung darunter, verstopfte Wasserabläufe oder ein ungünstiger Stellplatz. In schlecht durchlüfteten Garagen kann sich viel Feuchte stauen, die sich über feinste Ritzen oder offen stehende Fenster im Auto auf Polstern sowie in kalten Ecken niederschlagen kann.

Aber auch hereingetragener Schmutz wie Laub unter den Schuhen oder angesammelte Blätter zwischen Motorhaube und Windschutzscheibe können Feuchtigkeit abgeben.

Viele dieser Faktoren lassen sich leicht entdecken und beseitigen.

Doch was tun, wenn es im Auto trotzdem feucht ist?

Um Feuchtigkeit abzutransportieren muss gelüftet werden, soviel ist klar! Das bekannte Querlüften aus Wohnräumen ist auch im Auto sinnvoll: Öffnen Sie mehrere Fenster im Fahrzeug gleichzeitig während der Fahrt, oder im Stand sogar die Türen, kann ein starker Durchzug entstehen der Feuchtigkeit abtransportiert. Durch die Autoheizung lässt sich die Feuchte Innenraumluft erwärmen, wodurch sie die Fähigkeit erhält, mehr Feuchtigkeit tragen zu können. Beim Lüften wird genau diese Feuchte dann hinaus getragen.

Besonders viele Probleme mit der Feuchtigkeit bietet wohl der Winter mit seiner Kälte, die die Fahrzeugscheiben gerne auch vollends zufrieren lässt. Das Aufdrehen der Heizung im Stand ist wenig effektiv und auch nicht umweltfreundlich, weshalb der Motor nie im Stand warmgelaufen lassen werden solle. Strömt dann nach dem Motorstart erst einmal nur kalte Luft aus der Autoheizung, ist es gut diese in den Fußraum zu leiten und nicht im gesamten PKW zu verteilen.

Wenn sich der Luftstrom dann erwärmt hat, kann er in den Innenraum und idealerweise direkt auf die Scheiben gerichtet werden. Sobald die Scheibe frei und klar ist, sollten Sie die Heizung wieder auf die mittlere Stufe einstellen, um Heizenergie- und Kosten zu sparen. Denn Heizung und Klimaanlage steigern den Spritverbrauch, belasten die Batterie und sind daher wenig umweltfreundlich.

Aber nicht nur die Heizung kann helfen, Feuchtigkeit zu beseitigen, sondern auch die Klimaanlage: Selbst an kalten Tagen sorgt sie dafür, dass übermäßige Feuchtigkeit wie z.B. durch nasse Kleidung nach einem Schneespaziergang reduziert wird. Kurz nach Motorstart eingeschaltet wirkt sie sich so positiv auf die Senkung von Feuchtigkeit aus.

Hitze ist nicht automatisch hilfreich

Im Sommer bei sehr heißen Temperaturen gilt im Haus wie im Auto: Lieber in den kühlen Morgen- und Abendstunden kurz aber kräftig lüften, statt zu häufiges Lüften mitten am Tag bei Sonneneinstrahlung oder sogar dauerhaft heruntergelassenen Fenstern.

Wer tagsüber ständig das Autofenster einen Spalt weit offen lässt, erzielt meistens nicht den gewünschten Effekt des vermeidlichen „Austrocknens“. Denn statt zu trocknen gelangt über das Fenster die feuchte und schwüle Sommerluft in das Fahrzeug hinein.

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