Richtig lüften bei Silberfischbefall

Wie der Titel verrät, kann das richtige Lüften bei einem Silberfischbefall im eigenen Zuhause helfen. Dies wissen die meisten Menschen überhaupt nicht: „Wie soll denn ein bisschen Wind ungebetene Krabbeltiere verjagen?“

Doch das Lüften ist eine der effektivsten und zugleich simpelsten Techniken, die Sie gegen eine Silberfischplage einsetzen können!

In menschlichen Behausungen finden die silbernen Käferchen optimale Lebensbedingungen vor. Sie mögen es kuschelig warm und feucht. Bei über 20 Grad, am besten sogar über 25 und einer hohen Luftfeuchtigkeit (80-90 %) fühlen sie sich besonders wohl und können sich ungehindert vermehren.

Räume wie das Bad oder die Küche weisen häufig eine erhöhte Luftfeuchtigkeit auf. Dämpfe aus Dusche, Badewanne oder Kochtopf reichern die Luft mit Feuchte an, worüber sich besonders die Silberfischchen freuen – Zum Leidwesen der Mieter.

Die Tiere sind klein und wendig, sodass sie durch winzige Ritzen hinein kommen oder gerne auch über Abflussrohre. Dagegen hilft das regelmäßige Durchspülen der Abflüsse, bevorzugt mit heißem Wasser.

Aber auch das Schlafzimmer ist hingegen vieler Vermutungen häufig ein beliebter Aufenthaltsort für die Insekten. Über Nacht werden hier vom Menschen viele Liter Flüssigkeit über die Atmung und das Schwitzen abgegeben.

Doch wie können Silberfische vertrieben werden, die es sich bereits gemütlich gemacht haben?

Indem man Ihnen die Lebensgrundlage nimmt und es Ihnen ungemütlich wird!

Sie ernähren sich von Hautschuppen, Papier, Haaren, Staub und Schmutz. Gründliches Putzen kann also helfen, ihnen die Nahrungssuche deutlich zu erschweren! Hierbei sollten auch die Ecken, Ritzen und Nischen beispielsweise unter und hinter Möbeln nicht vergessen werden. Je gründlicher Sie Staub saugen und wischen, desto kleiner sollte die Silberfisch-Population in Ihren vier Wänden werden.

Um die bei den Insekten beliebte Luftfeuchtigkeit zu vertreiben hilft am besten die richtige Heiz- und Belüftungstechnik. Wenn Sie regelmäßig lüften, das heißt mehrmals täglich für 5-15 Minuten (im Sommer auch länger, aber nur in den kühlen Morgen- und Abendstunden) sorgen Sie für einen konsequenten Abtransport der feuchten Raumluft.

Verstärkt wird der Effekt durch das Öffnen von mehreren Fenstern zur selben Zeit, um einen regelrechten Durchzug zu erzeugen.

Was Sie außerdem tun können

Da warme Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann als kalte, ist auch das richtige Heizen wichtig. Sie sollten aus Angst vor Silberfisch-freundlichen Bedingungen also keineswegs im Winter frieren. Drehen Sie auch hier die Heizung auf, um die Temperatur bei konstanten und angenehmen 20-22 Grad zu halten. Häufiges Lüften vertreibt dann die Luftfeuchte und macht den Insekten das Leben schwer.

Ebenso kann das Einschalten der Dunstabzugshaube beim Kochen und das Heraushängen der nassen Wäsche nach draußen helfen, Feuchtequellen zu vermindern.

Wie bei den meisten Insekten kann zusätzlich der Einsatz von bestimmten Duftstoffen bei der Vertreibung helfen. Essig, Lavendel und ätherische Öle missfallen den Krabblern. Zur weiteren Unterstützung sind auch Klebefallen und Futterköder auf dem Markt erhältlich, mit denen sich die Silberfischchen bekämpfen lassen.

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