Richtig lüften im Ferienhaus

Ferienhausbesitzer kennen das Problem: Das eigene Feriendomizil wird nur für wenige Wochen im Jahr besucht und steht die restliche Zeit leer. Bei der nächsten Ankunft wird man dann von miefiger, abgestandener Luft und im schlimmsten Fall sogar Schimmel empfangen.

Schuld daran ist die fehlende Luftzirkulation. Denn wer nicht da ist, kann nicht lüften. Gerade neu gebaute Ferienhäuser verfügen durch die gute Isolation nicht wie Altbauten über kleine Ritzen und Undichtigkeiten. Über sie kann die Luft im Normalfall entweichen und zirkulieren – so aber steht sie über Monate und reichert sich zunehmend mit Feuchtigkeit an.

Die Kapazität der Luft, Feuchte aufzunehmen und zu halten, ist schnell erschöpft und so schlägt sich die Feuchtigkeit nieder. Wenn dann ein Teil des Mobiliars noch besonders dicht an einer Wand steht, bietet das die ideale Gelegenheit für Schimmel um sich unbemerkt dahinter einzunisten. Sie sollten diese Möbel also beim Verlassen der Immobilie von den Wänden leicht abrücken und auch dicke Vorhänge oder Teppiche eventuell zusammenbinden bzw. einrollen. Dicke Textilien wie sie stören den Durchzug beim Lüften und speichern Feuchte.

Und auch geheizt wird in Ihrem Ferienhaus oder Ihrer Ferienwohnung vermutlich nicht, während Sie abwesend sind. Doch Wärme und das richtige Heizen sind wichtig für eine gute Aufnahmefähigkeit der Luft von Wasser.

Was also tun?

Die beste Lösung besteht natürlich darin, sich mit Bekannten, die ihre benachbarte Ferienimmobilie zu unterschiedlichen Zeiten wie Sie besuchen, abzusprechen. Es kann gegenseitig gelüftet und nach dem Rechten gesehen werden.

Wenn Sie diese Möglichkeit aber nicht haben, müssen Alternativen her. Besonders am Meer gelegene Ferienhäuser sind einer feuchten Luft ausgesetzt und neigen dazu, ohne regelmäßige Belüftung Schimmelbildung zuzulassen. Meist fängt es mit Stockflecken, feuchter Bettwäsche und miefigen Handtüchern an – was für sich schon äußerst unangenehm ist.

In Wohnräumen wie dem Wohnzimmer sollte eine möglichst konstante, relative Luftfeuchtigkeit von 40-60 % vorherrschen. Um diese zu halten, auch während Sie nicht vor Ort sind, kann der Einsatz einer Lüftungsanlage Abhilfe leisten.
Mit ihr können Sie sogar noch die Sonneneinstrahlung nutzen, die Ihre Immobilie empfängt. Moderne Geräte bieten die Möglichkeit, autark und ohne Zusatzstromzufuhr eingesetzt zu werden: Sie laufen alleine über die Energie der Sonne.

Diese Anlagen sorgen für eine regelmäßige Belüftung, in dem sie sonnengewärmte Frischluft von draußen hinein saugen und gleichzeitig die verbrauchte Innenluft hinaus pusten. Dank dieses Luftwechsels wird ein gesundes Raumklima erzielt und dauerhaft gehalten. So hat es Schimmelbildung schwer.

Wie – wo – wann lüften?

Wenn Ihre Ferienimmobilie nicht weit entfernt liegt, kann es sich lohnen, mindestens ein Mal pro Monat vorbei zu schauen und intensiv zu lüften und zu heizen. Lüften Sie auch im Urlaub vor Ort in Ihrer Ferienwohnung oder Ihrem Ferienhaus immer regelmäßig. Das heißt, mehrmals täglich und jeweils für 10-15 Minuten, bei mittleren Temperaturen gerne auch bis zu 20 Minuten. Öffnen Sie dafür möglichst viele Fenster gleichzeitig, um einen starken Durchzug zu erzeugen, der die gesamte Feuchtigkeit heraus zu befördert.

Dauerhaft gekippte Fenster hingegen stellen eine Einladung für Feuchtigkeit dar und bei Abwesehnheit sogar eine Sicherheitslücke. Daher sollten Sie gekippte, dauerhaft geöffnete Fenster vermeiden und lieber stoßweise lüften, wenn Sie vor Ort sind.

Befindet Sich Ihr Feriendomizil an einem sehr warmen Ort, empfiehlt es sich das Lüften auf die frühen Morgen- sowie die späten Abendstunden zu legen. Dann ist die Außenluft kühl und trocken und der Temperaturunterschied zur Innenluft sorgt für einen automatischen Austausch.

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